Die Visitenkarte: Die edle Art der Datenweitergabe
Visitenkarten sind essentiell in einer nach außen kommunizierenden Geschäftstätigkeit. Es ist inzwischen im In- und Ausland Gang und Gebe, sich beim Kennenlernen Visitenkarten zu überreichen. Dies ist sowohl bei geschäftlichen Treffen, als auch privat äußerst sinnvoll. Man kann am nächsten Tag wunderbar die interessanten Kontakte selektieren und bei Bedarf sofort unproblematisch über die angegebene Mail-Adresse Kontakt aufnehmen. Profis raten jedoch an, sich auf der Rückseite das jeweiligie Event oder die Messe zu notieren und möglicherweise eine kurze Charakteristik des Gesprächspartners. Nur so ist Tags darauf die Informationsflut zu bewältigen.
Das Aussehen von Visitenkarten ist enorm wichtig für den ersten Eindruck. Neben Design, Logo und visueller Aufteilung ist auch das Material, das verwendet wird, äußerst wichtig, etwa um bei einem ungewöhnlichen Material, die Aufmerksamkeit zu wecken. Die meisten Visitenkarten, die firmenintern ausgegeben werden, habe grundsätzlich dasselbe Design, in der Fachsprache Corporate Identity benannt und variieren nur beim Namen und der Telefonnummer. Sie gehören zur Geschäftsausstattung und werden jedem Mitarbeiter bei Arbeitsantritt übergeben.
Für Selbstständige und Privatpersonen ist das Entwerfen von Visitenkarten somit ein weit größeres und schwierigeres Thema. Das Design soll zumeist etwas über die eigene ideelle Ausrichtung aussagen und im Layout Ausdruck finden. In der Werbetechnik gibt es dazu mehrere standardisierte Möglichkeiten, die aufgrund ihrer Funktionalität weit verbreitet sind. Am schnellsten und genauesten werden Visitenkarten via Digitaldruck fabriziert. Digitaldruck hat den Vorteil der Genauigkeit auf seiner Seite und zudem kann man sie online drucken lassen. Natürlich verwendet die Druckerei ums Eck auch Digitaldruck, sofern man in einer Stadt lebt. Im Dorf führt der Weg meist zum Fotografen, der auch oft Visitenkarten anbietet. Hier werden jedoch oft noch Tintenstrahldrucker verwendet, die bei weitem keine so große Qualität und Haltbarkeit aufweisen. Generell verbreitet sich der Digitaldruck aber immer weiter und online drucken hat große Vorteile für den Kunden. Außer sich den Weg zu sparen, was das wahrscheinlich größte Plus ist, kann man die Dateien einfach an den Anbieter via Mail schicken, ohne weitere Datenträger bemühen zu müssen. Weiters gibt es beim online Drucken, oft die Option, bereits Zuhause in einem Drucksortenkatalog Materialien und Oberflächenstrukturen genau besehen zu können. So kann man sich in Ruhe alle Möglichkeiten besehen und das für sich beste Produkt zusammenstellen. Wenn diese Arbeitsschritte erledigt sind, gibt man zumeist in eine Eingabemaske den Auftrag ein, spezifiziert ihn und los geht es. Wenn die Visitenkarten fertig gestellt sind, dann muss man sie natürlich auch nicht abholen, sondern sie werden bequem nach Hause oder ins Büro geliefert. Wie zuvor bereits erwähnt, gehören Visitenkarten wirklich zu jeder Geschäftsausstattung neben einheitlichem Briefpapier und vielen anderen Drucksorten. Firmen lassen zumeist nicht eine Palette Visitenkarten erstellen, sondern bei einer etwaigen Modernisierung des Corporate Designs wird gleich die ganze Belegschaft ausgestattet. Neue Visitenkarten werden nur bei Neuzugängen aufgelegt oder die Bestellung erfolgt, wenn bereits alle vergeben sind. Nur wer Visitenkarten hat und sich damit ausweisen kann, wird als seriös angesehen. Dies ist inzwischen schon so etwas wie ein ungeschriebenes Gesetz und nimmt auch in privaten Kreisen immer mehr überhand. Natürlich ist die Rede hierbei mehr von höheren gesellschaftlichen Kreisen, wo bereits ein Hallo mit einem Austausch der Visitenkarten einhergeht, doch diese Praxis sollte auch Selbstständige betreffen, deren Kundenakquisition oft im Bekanntenkreis stattfindet und für die jedes Zusammentreffen auch neue Auftragsmöglichkeiten eröffnen kann. Ein Schlüsselwort ist hierbei Netzwerken und dies ist nur möglich bei einem ungehinderten Informationsfluss. Visitenkarten ermöglichen diesen und können auf dem Weg dorthin die ersten Hürden ebnen und Türen öffnen.
Auch Johann Wolfgang von Goethe wusste bereits um die Macht des Informationsflusses Bescheid und als Mann, der sich oft auf Reisen befand, trug er häufig Visitenkarten bei sich. Neben der Weitergabe der Kontaktdaten spielt auch die gesellschaftliche Positionierung eine bedeutende Rolle. Die Strategie kommt klar aus der Werbetechnik. Wie am Layout der meisten Exemplare gut ersichtlich, wird zwar Berufsstand und Firmenposition angegeben, selten aber gibt es ein Foto zu entdecken. Die Form der Visitenkarte, die ursprünglich aus einem Brauch bei Hausbesuchen entstand, hat sich in den letzten zehn Jahren auch kommerziell in die virtuelle Welt fortgesetzt. Inzwischen gibt es neben der greifbaren Variante auch elektronische Visitenkarten, die bei Bedarf ebenfalls gedruckt werden können. Sie dienen zumeist nur als Ergänzung zum Mailverkehr und nehmen in ihrer Bedeutung und Verbreitung stark zu.
Üblicherweise werden aber Visitenkarten im Digitaldruck hergestellt und gehören zu einer modernen und seriösen Geschäftsausstattung einfach dazu. Die Seriosität der Karte drückt sich auch in deren Maßen und ihrer Machart aus. Generell ist das normale Papiergewicht von 150 - 300 g/m² üblich, wobei dieses je nach Materialart etwas unterschiedlich ausfallen kann. Zum Gewicht ist anzumerken, je schwerer und robuster sich die Karte anfühlt, desto mehr Vertrauen suggeriert sie unterbewusst. Die Größe variiert von Kontinent zu Kontinent. In Europa betragen die Maße 85 mm x 55 mm, in der Vereinigten Staaten sind 88,9 mm x 54,0 mm gebräuchlich. Bei den Gewichtsangaben ist die Rede von Kartonmaterialien. Diese werden am öftesten verwendet, da sie leicht zu bedrucken und sehr handlich sind. Wer sich aber schon aufgrund seiner Geschäftsausstattung von der Konkurrenz unterscheiden möchte, kann inzwischen auch auf ausgefallene Materialien wie Holz, Gummi oder sogar Metall zurückgreifen, wobei Letzteres natürlich nicht mehr bedruckt, sondern ausgestanzt wird. Diese Möglichkeiten der Werbetechnik werden oft von kreativen Dienstleistern in Anspruch genommen, um sich aus der Masse der Anbieter hervorzuheben.
Am beliebtesten bleiben trotz aller Entwicklungen die Kartonvarianten, wie zum Beispiel Elfenbeinkarton, dessen Oberfläche leicht schimmert oder der beliebte Diplomatenkarton. Unter den vielen Druckverfahren, die im Laufe der Zeit entwickelt wurden, hat sich der Digitaldruck bis dato am verlässlichsten erwiesen. Er ist universal einsetzbar und kann aufgrund seiner Arbeitsweise sehr kostengünstige Angebote ermöglichen. Die Vorlage der Visitenkarten wird dabei als Computerdatei, meist im pdf.-Format direkt in die Druckmaschine eingespielt, welche diese typografischen und visuellen Informationen durch das Drucksystem auf die Oberfläche überträgt. Durch diese Technik erreichen die Druckergebnisse eine ungeahnte Genauigkeit und Qualität, weil das Zwischenmedium gänzlich ausfällt und der direkte Weg von PC zur Druckmaschine sehr viel effizienter ist. Wer also über eine Geschäftsausstattung inklusive Visitenkarten nachdenkt, hat zwar eine große Auswahlmöglichkeit an Materialien und Motiven, jedoch einige Punkte sollten in einer Zeit wie unserer inzwischen vorab festgelegt sein. Der Druck sollte via Digitaldruck erfolgen und wer dabei noch Zeit und Geld sparen will, sollte sich ernsthaft für online drucken entscheiden.